Bürgerinitiative Lärmstopp Eggevorland

Pressemitteilung 16.12.2015

 

WEA-Geräusche gemessen am 22.11.2014, 02:20 h, Wind SO, Cirrus-Messtechnik
Messort: Paderborn-Neuenbeken, Horner Hellweg (Höhe ehem. Berghof)

16.12.2015

Windindustrie verbreitet gezielt Fehlinformationen

Es verwundert schon, dass sich der Bundesverband Windenergie laut aktueller
Medienberichte plötzlich Gedanken um die Infraschall-Emissionen von
Windenergieanlagen (WEA) macht. Bislang propagierte die Windindustrie vehement,
Infraschall von WEA sei nicht relevant, weil nicht gesundheitsschädlich.

Die aktuell im Kreis Paderborn vom Windverband verbreitete Aussage,
„schon 700 Meter von einer Windkraftanlage entfernt könne nicht mehr gemessen
werden, ob sie an oder aus ist“, entbehrt allerdings jeder messtechnischen Grundlage,
wie die Messungen mit professionellen Schallmessgeräten eindrucksvoll beweisen.
Die oben eingefügte Grafik zeigt neben der herkömmlichen Messkurve in db/A (TA-Lärm)
auch den messbaren Infraschall (kleiner 20 Hz). Und diese Messung des von einer
WEA erzeugten Schalls erfolgte in einem Abstand von über 2200 Metern.

Im Übrigen verstehen sich die meisten der vom BWE erwähnten Initiativen bzw. deren
Beteiligte nicht als Windkraftgegner. Sie setzen sich vielmehr für die Rechte der Anlieger
von Windparks ein.

Verantwortlicher Sprecher des "Regionalbündnis Windvernunft":
Heinrich Brinkmann, Bekscher Berg 57, 33100 Paderborn, T. 05252/ 1040

 * * *

Termin-Meldung  
Paderborn Flächennutzungsplan Windenergie,
Bauausschuß berät am
Donnerstag 12.Nov.2015 ab 17 Uhr

Liebe Mitstreiter und Freunde,

 "Was lange währt wird endlich gut" ?

Es geht weiter mit dem Paderborner Flächennutzungsplan Windenergie. 
Die Verwaltung hat sich viel Mühe damit gemacht, auf jeden einzelnen
Einspruch ernsthaft und verständlich zu antworten. Allein der Text zu
den Einsprüchen aus der Öffentlichkeit ist 250 Seiten lang!
(Den Link zum Ansehen oder Downloaden finden Sie unten.)

Dieser Text und viel mehr Papier liegt nun den Ratsmitgliedern des
Bauauschusses zur Besprechung und Beschlussfassung vor. Die Sitzung ist
öffentlich und findet wg. des erwarteten großen Interesses im großen
Rathaussaal statt:

 ***
Sitzung: Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt
Termin: Do, 12.11.2015 17:00 Uhr
Ort: Historisches Rathaus Paderborn, großer Sitzungssaal
Tagesordnungspunkt 2:
125. Änderung des Flächennutzungsplanes „Konzentrationszonen für
Windenergie“
a) Beschluss über die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen
Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der Träger öffentlicher
Belange
b) Beschluss über den Entwurf für die Offenlage
*** 

In der umfangreichen Zusammenstellung von Unterlagen für die Sitzung
finden Sie zunächst die "Beschlußvorlage", wobei darin die "Begründung"
eine umfangreiche aber sehr lesbar geschriebene Zusammenfassung gibt.
Bei den weiteren Papieren u.a. als "Abwägungstabelle" die ausführlichen
Stellungnahmen der Verwaltung zu den vielen Einsprüchen und Einwänden:

Hier der Link zu den Sitzungsvorlagen:
https://stadt-paderborn.rim.gkdpb.de/vorgang/?__=LfyIfvCWq8SpBQj0MiyHaxEaz8Us4Pi2PeyGc0CfGJ  

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Blinklichtgewitter


Liebe Mitstreiter!

das Ärgernis hat viele Namen: Blinklichtgewitter, Vegas-Beleuchtung und viele Namen mehr gibt es für die Lichtinstallation an und auf den Türmen der Windräder. Es geht um die Signallampen, die permanent die großen Windräder als "Luftfahrthindernis" kennzeichnen müssen. Aber für alle,
die sich nicht in der Luft bewegen, wirken die Lampen häßlich, störend,
belästigend.

Leider leider, so sagten das bisher auch die Politik und die Betreiber der Windräder, stimmten bürgernah in das Bedauern ein und machten Zusagen, was sie alles tun würden wenn. Nur "leider" ließe die Gesetzeslage ja gar nichts zu.

Nun ist es plötzlich so weit: Die neuen internationalen Vorschriften der Flugsicherung sind in deutsches Recht umgesetzt worden und erlauben ab 1. Oktober 2015 eine "Bedarfsgerechte Befeuerung". D.h. vereinfacht:

Ab sofort kann normalerweise alles abgeschaltet bleiben, nur wenn ein Flugobjekt sich nähert, müssen die Lichter vorübergehend angehen!
(Bei Einhaltung detaillierter Vorschriften natürlich, siehe Bundesgesetzblatt).

Und nun kommt's: Das Gesetz ist eine Kann-Vorschrift, aber keine Verpflichtung!

Und jetzt plötzlich haben die Betreiber der Anlagen große Probleme mit der Realität und die Politiker möchten nicht an ihre Versprechungen erinnert werden. Aus "kann" macht man "muss nicht" ... Hallo?

Der Paderborner Kreistag wird das Thema am Mittwoch kommender Woche 28.10.2015 debattieren.
Die Bürger wollen dann die Politiker durch eine Demo an die Versprechen erinnern, es gibt ein Blinklichtgewitter per Taschenlampen!

Mittwoch kommender Woche (28. Oktober) ab 17 Uhr vor dem Kreishaus Paderborn, Aldegreverstrasse.
 
 
 
 
 
 

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 * am 26. Februar in der Beketalhalle in Neuenbeken *

Eine gut besuchte und rundum gelungene Informationsveranstaltung!

Besonders auffallend im Vergleich zur vorigen Versammlung: viele Fachbesucher und viele Gäste von benachbarten Bürgerinitiativen.

Nachdem die Gemeinden Neuenbeken und Benhausen ja schon eine gewachsene Historie in Sachen Windenergie haben, ging es diesmal darum, den letzten Stand der Dinge aufzuzeigen, alles in einen großen Rahmen zu stellen und den Blick auf die nächsten Entwicklungen zu richten.

Darum stellte Christoph Quasten als Gastgeber und Moderator den Abend unter die Schlagworte
Transparenz, Information, Meinungsbildung.

Es folgten 4 Vorträge jeweils mit Diskussion. Die Foliensätze sind, soweit von den Vortragenden freigegeben, in der Rubrik Veranstaltungen abgelegt.

 

  Einladungsposter            Beketalhalle 26. Februar 2015 um 19:00 Uhr:

 * 20. Januar 2015 *

Der Paderborner Rat und die Stadtverwaltung machen Ernst mit

Konzentrationszonen für Windenergie

Die 125. Änderung des Flächennutzungsplanes für das gesamte Stadtgebiet Paderborn
ist ausgearbeitet und wird

den Bürgern zur Einsichtnahme und Diskussion offengelegt
in der Zeit vom 19.01.2015
bis einschließlich 20.02.2015  (Freitag nach Aschermittwoch) 
im Technischen Rathaus, Pontanusstrasse.

Bis dahin sind Einwände mit Begründung schriftlich einzureichen.

Hier stehen sämtliche Unterlagen auch online:
http://www.paderborn.de/microsite/bauen_wohnen/allgemeines/Windenergie.php

Für alle, die nicht lesen wollen oder können, gibt es dasselbe auch als
Vortragsabend, genannt "Frühzeitige Bürgerbeteiligung"
am Mittwoch, 21.01.2015, um 18.00 Uhr
im Veranstaltungszentrum Schützenhof, Schützenplatz 1 in 33102 Paderborn.

Übrigens fand die öffentliche Sitzung des Bauausschusses, bei der dieser Sachstand beschlossen wurde,
mit viel Publikumsinteresse kurz vor Weihnachten statt im großen Saal des historischen Rathauses. Die
Fraktionen bezogen in einer teils heftigen Debatte deutliche Positionen. 

 

* 15.Oktober 2014 *

Windernergie-Anlagen in Schlangen

Öffentliche Bürgerinformation in Vorbereitung eines Flächennutzungsplans

Am gestrigen Dienstagabend, 14. Oktober, fand um 19 Uhr im Bürgerhaus in Schlangen eine öffentliche Informationsveranstaltung statt zum Thema Windernergie in Schlangen. Bürgermeister Knorr leitete persönlich den Abend und die beiden Geschäftsführer der beauftragten Planungsbüros stellten den derzeitigen Stand der Vorüberlegungen vor. Die Verwaltung hatte die Bürger dazu eingeladen, nachdem vor kurzem bereits der Rat und die Parteien dieselbe Information erhalten hatten.

Seit heute früh steht der Folienvortrag auf der Internetseite der Gemeinde zum Download bereit http://www.schlangen-online.de/

Der Bürgermeister erwähnte kurz die Historie der 90er Jahre, als bereits Windräderplanungen diskutiert und auf massiven Einspruch der Bürger hin abgelehnt wurden.

Die Planer erklärten im Vortrag das Ergebnis ihrer Vorarbeiten und wiesen darauf hin, dass die Suchbereiche nur gut 5% des Gemeindegebietes (Senne inbegriffen) übrig lassen und damit auch erstmal nur eingegrenzt ist, in welchen Flächen überhaupt in gutachterliche Untersuchungen investiert werden sollte, aber wo auch noch mit deutlichem politischem Willen Einfluss genommen werden kann. Letzteres betrifft besonders die Abstände wegen des Lärms, den die Windräder machen. Auf der Leinwand wurden die Flächengrenzen bei verschiedenen Abständen aufgezeigt.

Die anschließende sachliche, teils hitzig und auch emotional geführte Diskussion und Fragerunde ließ erkennen, dass es viele wache und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Schlangen gibt, die sich in der Sache nichts vormachen lassen wollen. Alle äußerten ihren Unmut über den großen Umfang der Suchbereiche für einen späteren Windpark. Etliche sehr empörte Äußerungen ließen aufhorchen und erstaunlich viele Wortmeldungen ließen guten Sachverstand unter den Bürgern erkennen. Also werden die Schlänger Kommunalpolitiker bei ihren Beratungen in den nächsten Wochen von den Bürgern bestimmt nicht allein im Regen stehen gelassen.

Schlangen liegt wie Bad Lippspringe und Neuenbeken im Eggevorland und hat eine ganz ähnliche landschaftliche Situation. Vermutlich sieht das die Windenergie-Branche genau so, denn der Bürgermeister erhält praktisch wöchentlich Anfragen von Investoren.

Übrigens: pauschal benötigt 1 modernes Windrad von 100m Nabenhöhe etwa 12,5 ha freie Fläche.
(nach Besichtigung anderer Windparks und nach dem Windenergie-Handbuch NRW http://www.energiedialog.nrw.de/wp-content/uploads/2014/01/Windenergie-Handbuch-2013.pdf)

Es wird nun auch in Schlangen wichtig und spannend. Der nächste öffentliche Akt wird die öffentliche Auslegung eines vom Rat beschlossenen Flächennutzungsplans sein. Bürgermeister Knorr rief zu aktiver Bürgerbeteiligung auf.

 

* 10.Oktober 2014*

Auch in Schlangen geht es nun los mit den Windrädern:

Jetzt steht auf der Website der Gemeinde unter Aktuelles:

"WINDKRAFTNUTZUNG IN SCHLANGEN" Informationsveranstaltung am Dienstag,
14.10.2014, 19.00 Uhr, im Bürgerhaus

http://www.schlangen-online.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?region_id=209&waid=224

Wie immer gibt es auch bei diesem öffentlichen Vorhaben Beteiligte einerseits und Betroffene andererseits.Und wie immer, nicht nur im Eggevorland sondern überall, gibt es darüber auch Informationen, die zwar nicht geheim sind, aber nicht jedem Betroffenen persönlich aufgedrängt werden.

Bitte mal googeln z.B. mit den beiden Stichworten
+Schlangen +Windkraft

Schlangen liegt ebenso wie Bad Lippspringe und Neuenbeken am Fuß der Egge und hat ganz ähnliche Gegebenheiten der Landschaft und der Natur. So sieht das wohl auch die Windkraft-Industrie.
Man kann nur hoffen, dass die Kreisgrenze bei den Verwaltungen, den politischen Vertretern und den Bürgern kein Hindernis für Zusammenarbeit beim Thema Windkraftanlagen darstellt.

Und wie immer haben bisher nur wenige der Betroffenen überhaupt etwas mitbekommen. Darum dieser Eintrag. Also bitte weitersagen.

 

 Die Diskussion läuft!  

Noch sieht man als Bürger, Feriengast oder Patient im heilkimatischen Kurort Bad Lippspringe die Windräder nur am Horizont. Ob sie bald auch in der eigenen Feldflur stehen?


So sieht die Energiewende in anderen Teilen unseres Landes bereits aus. (grosses in unserer Sammlung hier).

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Auch das Umwelt-Bundesamt geht nun dem Infraschall nach

Studie veröffentlicht: texte_40_2014_machbarkeitsstudie_zu_wirkungen_von_infraschall.pdf
Download

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Energiewende geht nur mit den Menschen

Bundestag beschließt Länderöffnungsklausel für Mindestabstände bei Windenergieanlagen

... Der kommunale Handlungsspielraum wird dadurch sogar größer, als er bislang ist. Die Energiewende kommt voran – mit maßgeschneiderten Lösungen, die drohende Konflikte vor Ort wirksam entschärfen und vermeiden. Davon profitierten die Menschen und die Energiewende gleichermaßen. ...

Hier die ganze Pressemitteilung der CDU-CSU-Fraktion im Bundestag:
https://www.cducsu.de/presse/pressemitteilungen/energiewende-geht-nur-mit-den-menschen

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 Ballonaktion Bad Lippspringe gelaufen

  

 

200 m - So hoch sollen die Windenergieanlagen werden, sollten die Planungen der Bad Lippspringer Windparks umgesetzt werden. Hier die Starthelfer der Ballonaktion: (v.l.) Christian Lemacher, Rainer Wille, Michael Biermann, Heinrich Brinkmann, Katharina Volmeke NRW-Bündnis Windvernunft), Rudolf Lödige

Die Ballonaktion ist am Donnerstagmorgen, 19.06.2014, gestartet. Die beiden Air-Elements Mitarbeiter aus Berlin waren zeitig vor Ort und bereiteten die Aktion in einer Wiese am Kirsperbaumweg unmittelbar an der geplanten Windvorrangzone vor. Wegen des Windes konnte der geplante Pfeilballon aufgrund der großen Angriffsfläche nicht gestartet werden. Als Ersatz diente ein runder Ballon mit 3,1 Meter Durchmesser.
Bei Westwind stieg der Ballon mit der 200-Meter-Marke an 200 Meter Spezialschnur auf. Alle 50 Meter weißt ein buntes Fähnchen auf die Höhe hin. Der Wind drückt den Ballon meistens unter 200 Meter. Im Hintergrund ist per Lautsprecher der Schlaglärm einer Windanlage in realistischer Lautstärke. Das nervt unser Publikum im Infozelt, wird aber nicht abgeschaltet! Realistisch halt!

 

 

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben wir schon in unserem INFO-Zelt begrüßt. Intensiv, teilweise kontrovers wurde diskutiert, Meinungen und Fakten besprochen und ausgetauscht.
Wir haben unser Ziel erreicht, hier vor Ort zur Meinungsbildung beizutragen und freuen uns über das Interesse der Bevölkerung.

 

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